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| Herzlich willkommen auf der Homepage www.philanthropie.lu Auf den folgenden Seiten, die von der Banque de Luxembourg initiiert wurden, erhalten Sie Informationen zum Kolloquium und zur aktuellen Situation der Philanthropie in Luxemburg. |
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Alle Interviews und Aussagen finden Sie in unserer Broschüre „Supporting Foundations". Wenn Sie weitere Informationen über die Betreuung von Stiftungen wünschen, kontaktieren Sie uns: Per Telefon: Mike Thomé, (+352) 49 924 3284 oder per E-Mail: philanthropie@bdl.lu |
Lösungen für die Bedürfnisse und Herausforderungen von Stiftungen
„Die Verknüpfung unseres Metiers mit unserer sozialen Verantwortung“ Henri Reiter
Die Verwaltung von Stiftungsvermögen im Auf und Ab der Krise
„Umstellung auf langfristige Anlagekonzepte“ Guy Wagner
Anlagen in den SRI-Fonds BL-Equities Horizon
„Gesellschaftliche Verantwortung und finanzielle Ziele im Einklang“ Joël Reuland
Luxemburgs Know-how im Social Finance-Segment
„Die Konzeption individueller SRI-Instrumente“ Corinne Feypel-Molitor
„Die Banque de Luxembourg eröffnete uns die Möglichkeit, gemeinsam zu wachsen"
Tim Radjy, AlphaMundi
„Besonderes Verständnis für unsere Bedürfnisse und Herausforderungen"
Sophie Molitor, SOS Villages d’Enfants Monde
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„Die Verknüpfung unseres Metiers mit unserer sozialen Verantwortung.“Henri Reiter, Direktor, Banque de Luxembourg |
Warum bietet die Banque de Luxembourg Stiftungen ein speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot?
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„Umstellung auf langfristige Anlagekonzepte“Guy Wagner, Chief Economist, Banque de Luxembourg |
Wie bewerten Sie die aktuelle Wirtschaftssituation?
In den zurückliegenden dreißig Jahren fungierten die USA als Motor der Weltwirtschaft, und die amerikanische Wirtschaft wurde ihrerseits wiederum vom privaten Konsum angetrieben. Die Ausgaben der US-Konsumenten stiegen ununterbrochen, während die Löhne und Gehälter stagnierten. Parallel zur wachsenden Verschuldung sank die Sparquote. Kurz gesagt: Die US-Haushalte lebten über ihren Verhältnisse, und die Folgen, besonders im Immobiliensektor, dürften jedem bekannt sein. Dieses Wachstumsmodell gehört der Vergangenheit an. Angesichts der aktuellen Situation in den USA, der Arbeitslosenzahlen usw. sehe ich keine Möglichkeit, wie der private Konsum der Vereinigten Staaten künftig die Weltwirtschaft antreiben könnte.
Welche Konsequenzen leiten Sie daraus für die Anlagestrategien von Stiftungen ab?
Wir müssen noch längere Zeit mit niedrigen Zinsen rechnen, denn sie hängen eng mit dem Inflationsszenario zusammen, und aufgrund von Produktionsüberkapazitäten sowie hohen Arbeitslosenzahlen steht aktuell eher eine Deflation auf der Tagesordnung. De facto ist eine Stiftung, die regelmäßige Einkünfte ohne großes Risiko anstrebt, nahezu gezwungen, eine geringe Verzinsung hinzunehmen. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen liegen derzeit in etwa bei 3,30%. Dieses Niveau kann eine Stiftung erwarten, die keine größeren Risiken eingehen und ihr Vermögen sichern möchte. Kapitalerhalt und 5%ige Renditen schließen sich nicht grundsätzlich aus, es ist nur ausgeschlossen, dies zu versprechen.
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„Gesellschaftliche Verantwortung und finanzielle Ziele im Einklang“Joël Reuland, Fondsmanager BL-Equities Horizon |
Sozial verantwortliche Investitionen – eine Modeerscheinung oder eine zukunftsweisende Entwicklung?
Der Wert des Markts für sozial verantwortliche Investitionen (SRI) wird aktuell auf 2 500 Mrd. Euro geschätzt. Damit geht der SRI-Trend weit über eine Modeerscheinung hinaus, es handelt sich mittlerweile um eine zuverlässige Analyse- und Anlagestrategie. Die Meinung, dass die Performance von SRI-Fonds hinter den klassischen Investmentfonds zurückbleibt, gilt mittlerweile als überholt, und der Aspekt der „Verantwortung“ wird langfristig als kurssteigernd betrachtet. Ein Unternehmen, das seine Verantwortung gegenüber einem seiner Stakeholder vernachlässigt, muss sich auf Konsequenzen einstellen. Ein verantwortlich handelndes Unternehmen hingegen, das sich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus engagiert bzw. diese vorwegnimmt, reduziert dieses Risiko und kann langfristig mit positiven Auswirkungen auf die Kursentwicklung rechnen.
Inwiefern besteht eine natürliche Verbindung zwischen Stiftungen und der SRI-Thematik?
Investieren bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: Anleger finanzieren ein Unternehmen, sie tragen dessen Entscheidungen und seine Entwicklung mit. In der Praxis heißt sozial verantwortlich investieren, dass Unternehmen unterstützt werden, die sich für eine sozial gerechtere oder ökologisch ausgeglichenere Welt stark machen. Die Bekämpfung von Ungleichgewichten ist der natürliche Auftrag von Stiftungen, deshalb ist es selbstverständlich, dass sie in verantwortlich handelnde Unternehmen investieren.
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„Die Konzeption individueller SRI-Instrumente“Corinne Feypel-Molitor, Institutional Clients Services, Banque de Luxembourg |
Wo steht das Social Finance-Segment heute?
Social Finance umfasst alle Anlageinstrumente, die soziale oder ökologische Zielsetzungen verfolgen, und deckt sämtliche Anlageklassen ab. Promoter und Verwaltungsgesellschaften bewegen sich mittlerweile wesentlich professioneller in diesem Feld. Von dieser Professionalisierung – Jahresberichte sind zuverlässiger, Überprüfungen wurden verschärft u.v.a.m. – profitieren vor allem die unterstützten Projekte, welche nun nicht mehr als Spendensammler agieren, sondern in einen echten Dialog über Finanzierungskonzepte eingetreten sind. Die Rolle des Anlegers wandelt sich ebenfalls: Ehemals schlichter Geldgeber, investiert er nun Projekte mit einer sozialen Dimension.
Welche Vorteile bieten SRI-Instrumente für Stiftungen?
Zunächst kann eine Stiftung einen Teil ihres Vermögens in sozialen Projekten gewidmete SIF oder SICAR investieren. Es besteht aber auch die Möglichkeit, darüber hinaus zusammen mit anderen Geldgebern einen eigenen Fonds zur Finanzierung eines Projekts auflegen. SIF und SICAR unterstehen wie andere Investmentfonds der luxemburgischen Aufsichtsbehörde und bieten den geeigneten Rahmen, um sich in Ruhe auf sein Projekt zu konzentrieren, da Transparenzfragen und buchhalterische Aspekte geregelt sind. Zudem besteht die Gewissheit, dass die Mittelflüsse sowie die Rendite den im Vorfeld definierten Erwartungen entsprechen.
AlphaMundi wurde Ende 2007 von zehn Partnern gegründet, die alle Erfahrungen aus dem Private Banking oder der Privatwirtschaft mitbrachten. Wir wollten sozial verantwortliche Investitionen fördern, die einerseits finanziellen Zielsetzungen gerecht werden und andererseits einen messbaren sozialen Fortschritt bewirken. Unser Wunsch war die Auflegung eines Umbrella-Fonds mit mehreren Teilfonds, die jeweils einem Projekt und einer Anlageklasse entsprechen sollten. In Luxemburg wurde zu diesem Zeitpunkt mit dem SIF ein Instrument auf den Weg gebracht, das all unsere Anforderungen erfüllte. Als wir 2008 einen Partner für die Umsetzung unseres SIF-Projekts suchten, überzeugten uns das Engagement der Banque de Luxembourg bei der Positionierung des Großherzogtums als Zentrum für soziale Investitionen, sowie ihre Ausdauer und ihre Unterstützung bei der Konzipierung des neuen Produkts. Unsere Wahl stand also fest. Die Banque de Luxembourg eröffnete uns die Möglichkeit, gemeinsam zu wachsen. Einen Misserfolg durften wir als Pioniere auf diesem Markt unter keinen Umständen riskieren. Wir tragen eine immense Verantwortung, und jeder Fehlschlag kann das gesamte Marktsegment belasten
Wir wurden auf die Banque de Luxembourg durch ihre Aktivitäten in der Philanthropie aufmerksam. Dank ihres besonderen Verständnisses für die Bedürfnisse und Herausforderungen von Stiftungen und NGOs nimmt sie als Akteurin in diesem Bereich eine führende Rolle ein. Alle unsere Gesprächspartner bei der Bank verstanden unsere Anforderungen in puncto Vermögensverwaltung, und es wurde schnell klar, dass unser Anliegen, nämlich die Unterstützung benachteiligter Kinder weltweit, auch ihres ist, und das schon seit Jahren.